Am 5. Januar 2017 in der Süddeutschen Zeitung – Von Seehofer bis Hans Söllner

„Als Gott uns im Paradies die Früchte vom Baum der Erkenntnis verweigerte, verweigerte er uns damit auch die Erkenntnis, sich in seine göttliche Richtung zu entwickeln. Das Wort Gott ist für uns heute „Gott sei Dank“ ein universeller Erlaubnisschein, all die Verbrechen zu begehen, die wir begehen. Egal ob es um Krieg, Umwelt, Medizin, Sexualität, Erziehung oder Ernährung geht. In „Gottes Namen“ erlauben wir uns heute, „Teufel“ zu sein. Ja, das sind wir. Teufel. Wir durften schon damals nicht die Erkenntnis haben, es zu ändern.“
Hans Söllner, Liedermacher