Prozeß am 23. Juli 2003,15 Uhr Sitzungssaal A 123
Amtsgericht München (Justizgebäude Nymphenburger Str. 16)

Seit einiger Zeit wird Hans Söllner mit einer Flut von Prozessen und Strafbefehlen überzogen. Mit hohen Strafen und Strafandrohungen (jeweils zwischen 20000.– und 40000.– Euro pro Verfahren ) soll er gefügig gemacht werden. Abweichende Ansichten und andere Lebensauffassungen (als die der Machthaber ) von den vielen Tausenden, die seit 20 Jahren gerne dem Hans Söllner zuhören, sind das eigentliche Ziel dieser Disziplinierungskampagne.

Denn alles spricht dafür, daß es sich in den letzten Jahren um eine gezielte und gesteuerte Aktion handelt, aus „politischen Kreisen“ wie man so schön sagt, deren Ansehen sowieso kaum noch schlechter werden kann: 3% der Bevölkerung sagen, sie hätten Vertrauen in Politiker! Aus dem großen „Rest“ halten es ziemlich viele lieber mit einem wie Hans Söllner. Denen wollen sie es zeigen, wie man mit einem Aufsässigen umgeht.

Jetzt also fühlt sich also Herr Beckstein beleidigt. Von einem Lied namens „Mei Angst“, das es seit über 2 Jahren auf der Doppel-CD „Babylon“ gibt. Das Lied entstand in einer Zeit als der erwachsene Herr Beckstein in einer monatelangen Riesenkampagne einen 15-jährigen (straffällig gewordenen) münchner Jugendlichen namens Mehmet von seiner Familie trennte und mit einem Sonderflugzeug nach Istanbul verfrachtete, dorthin wo er sich nicht einmal verständigen konnte, weil er gar kein türkisch konnte. Aber demonstriert werden sollte genau das mit dieser Propagandaktion: Pack gehört in die Türkei, auch wenn es hier geboren ist und unsere Sprache spricht. Und als einmal der Mehmet für drei Tage zu einem Anhörungstermin bei Gericht zurückkam, da tönte der gleiche erwachsene Herr Beckstein über einen fünfzehnjährigen Jungen im Bierzelt: wenn es nach mir ginge, käme der hier nicht mehr rein !

Mittlerweile hat ein münchner Gericht die Abschiebeshow des Herrn Beckstein für illegal erklärt.

Aber es war erreicht, was vorauszusehen war: blökender Rassismus hatte sich daran ergötzt, wie mit so einem Kanacken umgegangen wird. Sowas würde ein feiner Herr Beckstein natürlich weit von sich weisen, das sind die andern. Und mittlerweile hat er sowieso Kreide gefressen, weil das internationale Kapital eine unverhüllte Fremdenfeindlichkeit für geschäftsschädigend hält.

In dieser Zeit also entstand dieser Song von Hans Söllner, der den sensiblen Herrn Beckstein so sehr getrofffen hat und den man auf der CD „Babylon“ anhören kann.